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Auf Erfolg
gebaut

Auf Erfolg
gebaut

______ Diese drei Männer bauen alles, worin Menschen wohnen, lernen, arbeiten und worauf sie fahren – und versorgen sogar weite Teile des Landes mit Strom: Anstatt sich auf eine Art von Bauprojekten festzulegen, beherrscht die Firma Bogenstahl aus Legden die gesamte Palette des Hoch- und Tiefbaus – inklusive Straßen- und Ingenieurbau. Und all das mit 63 Mitarbeitern. Das Unternehmen, das in diesem Jahr 100 Jahre alt wird, ist in der vierten Generation in Familienhand.

______ Diese drei Männer bauen alles, worin Menschen wohnen, lernen, arbeiten und worauf sie fahren – und versorgen sogar weite Teile des Landes mit Strom: Anstatt sich auf eine Art von Bauprojekten festzulegen, beherrscht die Firma Bogenstahl aus Legden die gesamte Palette des Hoch- und Tiefbaus – inklusive Straßen- und Ingenieurbau. Und all das mit 63 Mitarbeitern. Das Unternehmen, das in diesem Jahr 100 Jahre alt wird, ist in der vierten Generation in Familienhand.

Auf dem Bau
funktioniert es immer nur im Team.

ULRICH BOGENSTAHL

HHerr Bogenstahl – auf Erfolg gebaut: Würden Sie das so unterschreiben? Wie viel Leidenschaft braucht es, um ein Familienunternehmen erfolgreich zu führen?
Ulrich Bogenstahl: Das würde ich auf jeden Fall so unterschreiben. Wenn Sie so ein Unternehmen erfolgreich führen wollen, sind Sie auch abhängig vom Erfolg der Familiengeschichte. Wenn man so will, kann man das ganz gut mit einem Bauwerk vergleichen: Da ist jede Generation dafür zuständig, ein festes Fundament für die nachfolgende Generation zu erbauen – ich habe also dafür zu sorgen, dass bei meinem Sohn später mal nichts ins Wackeln kommt.

Sie bauen von tief unter der Erde bis hoch in den Himmel, sind also echte Alleskönner. Was ist eigentlich Ihre Spezialität?
Norbert Brüggemann: Wir bauen für Mensch und Natur. Egal ob wir Wohn- oder Arbeitsräume schaffen, Kanäle oder Straßen bauen: Wir tun das immer unter dem Kompromiss, dass sich Mensch und Natur gleichermaßen entfalten können. Zum Beispiel unsere Fischtreppe in Ramsdorf: Wenn man sich anguckt, wie viele Fische die tatsächlich benutzen, merkt man schon, dass unsere Arbeit einen Unterschied macht. Somit decken wir also viele Baubereiche ab, halten uns aber immer an ein Arbeitsprinzip.

Herr Bogenstahl, Sie sind vor drei Jahren als Bauingenieur in das Unternehmen eingestiegen. Stand das für Sie schon immer fest?
Lukas Bogenstahl: Ja absolut, das hat schon früh damit angefangen, dass mein Vater mich mit vier Jahren immer mitgenommen hat. Da hat er uns eine Erdmulde ausgesucht, wo ich niemanden verletzen konnte, und – darf ich das überhaupt erzählen? – hat mich dann  Minibagger fahren lassen, so lange, bis kein Diesel mehr im Bagger vorhanden war. Das hat sich so weit gesteigert, dass ich, als meine Eltern im Urlaub waren, mir mal den Bagger geschnappt und kurzerhand einen eigenen Pool auf unserem Grundstück ausgeschachtet habe. Erstmal gab’s eins auf den Deckel, er wurde aber mindestens zehn Jahre mit Freunden und Familie genutzt.

Wie alt waren Sie da?
Lukas Bogenstahl: Ich glaube, zwölf – also noch keine Ahnung von Statik und dem eigentlichen Bauablauf. Ich habe einfach mal gemacht. Ich schätze, die Innovationskraft hatte ich damals schon (lacht). Ich liebe es auch heute noch, selbst mit anzupacken, deswegen habe ich vor dem Studium auch eine Maurerausbildung absolviert.

Firmengelände Bogenstahl – Neue Mühle 9 – Legden

Auf dem Bau
funktioniert es immer nur im Team.

ULRICH BOGENSTAHL

HHerr Bogenstahl – auf Erfolg gebaut: Würden Sie das so unterschreiben? Wie viel Leidenschaft braucht es, um ein Familienunternehmen erfolgreich zu führen?
Ulrich Bogenstahl: Das würde ich auf jeden Fall so unterschreiben. Wenn Sie so ein Unternehmen erfolgreich führen wollen, sind Sie auch abhängig vom Erfolg der Familiengeschichte. Wenn man so will, kann man das ganz gut mit einem Bauwerk vergleichen: Da ist jede Generation dafür zuständig, ein festes Fundament für die nachfolgende Generation zu erbauen – ich habe also dafür zu sorgen, dass bei meinem Sohn später mal nichts ins Wackeln kommt.

Sie bauen von tief unter der Erde bis hoch in den Himmel, sind also echte Alleskönner. Was ist eigentlich Ihre Spezialität?
Norbert Brüggemann: Wir bauen für Mensch und Natur. Egal ob wir Wohn- oder Arbeitsräume schaffen, Kanäle oder Straßen bauen: Wir tun das immer unter dem Kompromiss, dass sich Mensch und Natur gleichermaßen entfalten können. Zum Beispiel unsere Fischtreppe in Ramsdorf: Wenn man sich anguckt, wie viele Fische die tatsächlich benutzen, merkt man schon, dass unsere Arbeit einen Unterschied macht. Somit decken wir also viele Baubereiche ab, halten uns aber immer an ein Arbeitsprinzip.

Herr Bogenstahl, Sie sind vor drei Jahren als Bauingenieur in das Unternehmen eingestiegen. Stand das für Sie schon immer fest?
Lukas Bogenstahl: Ja absolut, das hat schon früh damit angefangen, dass mein Vater mich mit vier Jahren immer mitgenommen hat. Da hat er uns eine Erdmulde ausgesucht, wo ich niemanden verletzen konnte, und – darf ich das überhaupt erzählen? – hat mich dann  Minibagger fahren lassen, so lange, bis kein Diesel mehr im Bagger vorhanden war. Das hat sich so weit gesteigert, dass ich, als meine Eltern im Urlaub waren, mir mal den Bagger geschnappt und kurzerhand einen eigenen Pool auf unserem Grundstück ausgeschachtet habe. Erstmal gab’s eins auf den Deckel, er wurde aber mindestens zehn Jahre mit Freunden und Familie genutzt.

Wie alt waren Sie da?
Lukas Bogenstahl: Ich glaube, zwölf – also noch keine Ahnung von Statik und dem eigentlichen Bauablauf. Ich habe einfach mal gemacht. Ich schätze, die Innovationskraft hatte ich damals schon (lacht). Ich liebe es auch heute noch, selbst mit anzupacken, deswegen habe ich vor dem Studium auch eine Maurerausbildung absolviert.

Firmengelände Bogenstahl – Neue Mühle 9 – Legden

Auf Ihrer Website versprechen Sie kompromiss­lose Qualität. Ein ziemlich großes Versprechen. Wie halten Sie das?
Ulrich Bogenstahl: Entscheidend ist für mich unser Teamgedanke. Die Meinung des Einzelnen zu schätzen, gehört zur kompromisslosen Umsetzung einfach dazu. Denn auch der Meister kann immer etwas vom Gesellen lernen. Außerdem mache ich heute immer noch regelmäßig Fortbildungen und gebe das Wissen in internen Schulungen an die betreffenden Mitarbeiter weiter. Für gutes Teamwork brauchen wir natürlich auch starke Partner aus anderen Bereichen, deswegen arbeiten wir schon Jahrzehnte mit der Volksbank Gronau-Ahaus zusammen.

Gibt es etwas, das Sie an der Branche nervt oder wo Sie sagen würden, dass es früher besser war?
Ulrich Bogenstahl: Das kann ich Ihnen genau sagen: Viele Hochschulabsolventen landen heute direkt im Verantwortungsbereich, wo sie dann sogar Altgesellen bevormunden wollen. Früher konnte sich ein Meister erst dann für eine Führungsposition qualifizieren, wenn er mindestens fünf Jahre als Geselle gearbeitet hatte. Wer aber direkt in diese Position reingeschmissen wird, hat keinerlei Verbindung zu dem, was er da eigentlich macht. Ich verstehe den Trend zur Hochschule, unter dem Motto „Den Kindern soll’s ja besser gehen“ – aber so verpassen viele den Anschluss an die Praxis. Mein Job ist es jetzt, mich verstärkt um den handwerklichen Nachwuchs zu kümmern.

Wie agieren Sie da, um an Azubis zu kommen?
Ulrich Bogenstahl: Dafür gehen wir direkt zu den Schülern, die noch vor der Berufswahl stehen. An einem Tag konnte ich 20 Schüler mitnehmen, das ist ganz toll angekommen. Und wenn wir nicht gerade auf die Schulen losgehen, stehen wir auf der Berufsorientierungsmesse. Ergänzend sitze ich mit Pädagogen und anderen Bauunternehmern in einem Ausschuss, wo wir eine neue Ausbildungsverordnung auf den Weg bringen.

Ich bin schon stolz darauf,  bei einem Projekt für eine so große Stromnetz-
baustelle dabei gewesen zu sein.

LUKAS BOGENSTAHL

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Auf Ihrer Website versprechen Sie kompromiss­lose Qualität. Ein ziemlich großes Versprechen. Wie halten Sie das?
Ulrich Bogenstahl: Entscheidend ist für mich unser Teamgedanke. Die Meinung des Einzelnen zu schätzen, gehört zur kompromisslosen Umsetzung einfach dazu. Denn auch der Meister kann immer etwas vom Gesellen lernen. Außerdem mache ich heute immer noch regelmäßig Fortbildungen und gebe das Wissen in internen Schulungen an die betreffenden Mitarbeiter weiter. Für gutes Teamwork brauchen wir natürlich auch starke Partner aus anderen Bereichen, deswegen arbeiten wir schon Jahrzehnte mit der Volksbank Gronau-Ahaus zusammen.

Gibt es etwas, das Sie an der Branche nervt oder wo Sie sagen würden, dass es früher besser war?
Ulrich Bogenstahl: Das kann ich Ihnen genau sagen: Viele Hochschulabsolventen landen heute direkt im Verantwortungsbereich, wo sie dann sogar Altgesellen bevormunden wollen. Früher konnte sich ein Meister erst dann für eine Führungsposition qualifizieren, wenn er mindestens fünf Jahre als Geselle gearbeitet hatte. Wer aber direkt in diese Position reingeschmissen wird, hat keinerlei Verbindung zu dem, was er da eigentlich macht. Ich verstehe den Trend zur Hochschule, unter dem Motto „Den Kindern soll’s ja besser gehen“ – aber so verpassen viele den Anschluss an die Praxis. Mein Job ist es jetzt, mich verstärkt um den handwerklichen Nachwuchs zu kümmern.

Wie agieren Sie da, um an Azubis zu kommen?
Ulrich Bogenstahl: Dafür gehen wir direkt zu den Schülern, die noch vor der Berufswahl stehen. An einem Tag konnte ich 20 Schüler mitnehmen, das ist ganz toll angekommen. Und wenn wir nicht gerade auf die Schulen losgehen, stehen wir auf der Berufsorientierungsmesse. Ergänzend sitze ich mit Pädagogen und anderen Bauunternehmern in einem Ausschuss, wo wir eine neue Ausbildungsverordnung auf den Weg bringen.

Ich bin schon stolz darauf,  bei einem Projekt für eine so große Stromnetzbaustelle dabei gewesen zu sein.

LUKAS BOGENSTAHL

4.
5.
  1. Wo gebaut wird, sind die drei Männer immer mittendrin.
  2. Heute Gruben, morgen Strom: So sieht es aus, wenn Bogenstahl mit der ARGE (Arbeitsgemeinschaft) große Teile Deutschlands mit Strom versorgt.
  3. Die neue Fischaufstiegsanlage in Velen-Ramsdorf
  4. Team Bogenstahl: Seit Generationen ein starkes Team
  5. Nicht nur auf der Baustelle, sondern auch im Büro die besten Lösungen

Wie gehen Sie mit Rohstoffmangel um? In den Medien hört man immer wieder von der „Sandmafia“, die in manchen Teilen der Welt illegal Sand abbaut.
Norbert Brüggemann: In unserer ländlichen Struktur betrifft uns das zum Glück nicht. Aber ja: Es ist ein offenes Geheimnis, dass man nur schwer an den Rohstoff kommt. Viele Menschen wissen gar nicht, dass Beton zu 75 % aus Sand und Kies besteht. Und dass der Großteil des weltweiten Sandbestandes unbrauchbar für die Bauindustrie ist. Auch am Niederrhein, wo wir unseren Sand beziehen, bemerken wir manchmal Engpässe. Hier müsste der Gesetzgeber eingreifen. Mehr, als uns auf die Nachweise der Zulieferer zu verlassen, können wir leider nicht tun. Zum Glück gibt es da in Deutschland sehr deutliche Vorschriften.

Ulrich Bogenstahl: Um den Eingriff in die Natur zu limitieren und unsere Sandrohstoffe effizient zu nutzen, betreiben wir außerdem Bodenaufbereitung. Viele Bauunternehmen kippen ihre Stoffe weg, aber da wir Tiefbau betreiben und die passenden Geräte haben, können wir eine ressourcen- und kosteneffiziente Kreislaufwirtschaft betreiben.

Was macht Sie an Ihrer Arbeit bei Bogenstahl besonders stolz?
Ulrich Bogenstahl: Dass wir etwas mit Bestand schaffen. Man steckt Arbeit und Leidenschaft in ein Projekt, und dann ist es da. Jahre und Jahrzehnte lang. Es ist etwas zum Anfassen und Wiederangucken. Man wird ständig konfrontiert mit dem, was man baut, und kann es mit zeitlichem Abstand bewerten. Der zweite Punkt ist die Arbeitsplatzerhaltung für all unsere Mitarbeiter. Wenn ich weiß, dass meine Mitarbeiter glücklich sind, dann macht mich das unheimlich stolz.

Lukas Bogenstahl: Das Pilotprojekt mit Amprion. Denn damit gestalten wir den Fortschritt der Branche mit – gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Fa. Stewering, Fa. Heitkamp & Hülscher und Fa. Tiefbau Niederrhein. Als Neueinsteiger finde ich es schon beeindruckend, dass Bogenstahl von kleinen Wohngebäuden im westlichen Münsterland bis zum großen Hochspannungsnetz gekommen ist. Heute tragen wir mit der ARGE dazu bei, dass sieben westdeutsche Bundesländer ihren Strom bekommen. Für das Projekt bauen wir einen Tunnel unter Legden. Klingt erstmal nicht besonders, aber man muss sich vorstellen, dass an der Oberfläche vieles bebaut ist. Es gibt da im Tiefbau so eine magische Grenze, ab der man unterhalb bauen darf – Grundstücke gehen ja nicht bis zum Erdmittelpunkt. Bald wird es eine zwei Kilometer lange und drei Meter breite unterirdische Trasse geben.

Norbert Brüggemann: Dass wir dieses Unternehmen eine ganze Generation lang gemeinsam vorangebracht haben. Ich selbst bin ja der Kaufmann des Teams, aber wenn wir zwei irgendwo auftauchen, sagt jeder schon: „Guck‘ mal, da kommen die Zwillinge.“ Mein Arbeitsleben besteht darin, mit einem guten Freund Beständiges zu schaffen. Besser kann man es nicht treffen.

Wir bauen für Mensch und Natur. Das ist unsere Stärke.

NORBERT BRÜGGEMANN

Was haben Sie für die Zukunft geplant, Herr Bogenstahl? 
Lukas Bogenstahl: Neben unserer Erweiterung der Gewerbefläche wollen wir weiterhin neue Geschäftsfelder Richtung Energietrassenbau erschließen. Und ich persönlich könnte mir vorstellen, mit dem Unternehmen zu expandieren. Ich weiß nur, dass ich jetzt keinen Gang zurückschalten möchte. Also einfach mal Handschuh an und machen. So wie damals mit dem Pool, nur mit mehr Plan (lacht).

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  1. Wo gebaut wird, sind die drei Männer immer mittendrin.
  2. Heute Gruben, morgen Strom: So sieht es aus, wenn Bogenstahl mit der ARGE (Arbeitsgemeinschaft) große Teile Deutschlands mit Strom versorgt.
  3. Die neue Fischaufstiegsanlage in Velen-Ramsdorf
  4. Team Bogenstahl: Seit Generationen ein starkes Team
  5. Nicht nur auf der Baustelle, sondern auch im Büro die besten Lösungen

Wie gehen Sie mit Rohstoffmangel um? In den Medien hört man immer wieder von der „Sandmafia“, die in manchen Teilen der Welt illegal Sand abbaut.
Norbert Brüggemann: In unserer ländlichen Struktur betrifft uns das zum Glück nicht. Aber ja: Es ist ein offenes Geheimnis, dass man nur schwer an den Rohstoff kommt. Viele Menschen wissen gar nicht, dass Beton zu 75 % aus Sand und Kies besteht. Und dass der Großteil des weltweiten Sandbestandes unbrauchbar für die Bauindustrie ist. Auch am Niederrhein, wo wir unseren Sand beziehen, bemerken wir manchmal Engpässe. Hier müsste der Gesetzgeber eingreifen. Mehr, als uns auf die Nachweise der Zulieferer zu verlassen, können wir leider nicht tun. Zum Glück gibt es da in Deutschland sehr deutliche Vorschriften.

Ulrich Bogenstahl: Um den Eingriff in die Natur zu limitieren und unsere Sandrohstoffe effizient zu nutzen, betreiben wir außerdem Bodenaufbereitung. Viele Bauunternehmen kippen ihre Stoffe weg, aber da wir Tiefbau betreiben und die passenden Geräte haben, können wir eine ressourcen- und kosteneffiziente Kreislaufwirtschaft betreiben.

Was macht Sie an Ihrer Arbeit bei Bogenstahl besonders stolz? 
Ulrich Bogenstahl: Dass wir etwas mit Bestand schaffen. Man steckt Arbeit und Leidenschaft in ein Projekt, und dann ist es da. Jahre und Jahrzehnte lang. Es ist etwas zum Anfassen und Wiederangucken. Man wird ständig konfrontiert mit dem, was man baut, und kann es mit zeitlichem Abstand bewerten. Der zweite Punkt ist die Arbeitsplatzerhaltung für all unsere Mitarbeiter. Wenn ich weiß, dass meine Mitarbeiter glücklich sind, dann macht mich das unheimlich stolz.

Lukas Bogenstahl: Das Pilotprojekt mit Amprion. Denn damit gestalten wir den Fortschritt der Branche mit – gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Fa. Stewering, Fa. Heitkamp & Hülscher und Fa. Tiefbau Niederrhein. Als Neueinsteiger finde ich es schon beeindruckend, dass Bogenstahl von kleinen Wohngebäuden im westlichen Münsterland bis zum großen Hochspannungsnetz gekommen ist. Heute tragen wir mit der ARGE dazu bei, dass sieben westdeutsche Bundesländer ihren Strom bekommen. Für das Projekt bauen wir einen Tunnel unter Legden. Klingt erstmal nicht besonders, aber man muss sich vorstellen, dass an der Oberfläche vieles bebaut ist. Es gibt da im Tiefbau so eine magische Grenze, ab der man unterhalb bauen darf – Grundstücke gehen ja nicht bis zum Erdmittelpunkt. Bald wird es eine zwei Kilometer lange und drei Meter breite unterirdische Trasse geben.

Norbert Brüggemann: Dass wir dieses Unternehmen eine ganze Generation lang gemeinsam vorangebracht haben. Ich selbst bin ja der Kaufmann des Teams, aber wenn wir zwei irgendwo auftauchen, sagt jeder schon: „Guck‘ mal, da kommen die Zwillinge.“ Mein Arbeitsleben besteht darin, mit einem guten Freund Beständiges zu schaffen. Besser kann man es nicht treffen.

Wir bauen für Mensch und Natur. Das ist unsere Stärke.

NORBERT BRÜGGEMANN

Was haben Sie für die Zukunft geplant, Herr Bogenstahl? 
Lukas Bogenstahl: Neben unserer Erweiterung der Gewerbefläche wollen wir weiterhin neue Geschäftsfelder Richtung Energietrassenbau erschließen. Und ich persönlich könnte mir vorstellen, mit dem Unternehmen zu expandieren. Ich weiß nur, dass ich jetzt keinen Gang zurückschalten möchte. Also einfach mal Handschuh an und machen. So wie damals mit dem Pool, nur mit mehr Plan (lacht).