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Vorstand Tobias Kühn sitzt mit Kristin Schepers (Bereichsleiterin Marke und Unternehmenskommunikation) auf der orangen Bank und unterhält sich.

Zehn Fragen
an Tobias Kühn.

___Seit Oktober 2025 bildet Tobias Kühn (41) mit Simone Goertz und Georg Kremerskothen das dreiköpfige Vorstandsteam unserer Bank. Zehn Jahre nach seinem ersten Tag bei der Volksbank Gronau-Ahaus, den er damals als Vorstandsassistent begann, ist er nun selbst Teil des Führungsgremiums. Kristin Schepers, unsere interessierte Fragenstellerin und Bereichsleiterin für Marke und Unternehmenskommunikation, hat ihn zum Gespräch getroffen und ihm zehn spannende Fragen gestellt.

„Hättest du mich damals gefragt, hätte ich selbstbewusst gesagt: Ja.“

TOBIAS KÜHN

1. Zehn Jahre bei der Volksbank Gronau-Ahaus. Du hast damals als Vorstandassistent angefangen und bist jetzt selbst im Vorstand. Hättest du dir das damals vorstellen können?

 

Hättest du mich damals gefragt, hätte ich selbstbewusst gesagt: Ja. Mit 31 Jahren bin ich als Vorstandsassistent gestartet – voller Energie, Neugier und dem festen Willen, den Erfolgskurs der Volksbank fortzusetzen. Schon im Vorstellungsgespräch habe ich den Wunsch ausgesprochen, eines Tages selbst im Vorstand zu sein. Heute, zehn Jahre später, bin ich tatsächlich hier und blicke dankbar zurück auf eine Zeit voller Herausforderungen, Lernmomente und großartiger Wegbegleiter. Es war ein Weg, der mich geprägt hat und auf den ich mit Stolz und Demut schaue. 

2. Du hast in deiner bisherigen Karriere verschiedene Stationen durchlaufen, welche hat dich besonders geprägt?

Mit 33 Jahren durfte ich die Bereichsleitung für die Privatkundenbank in der Volksbank übernehmen – verantwortlich für ein Team von rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 23 Filialen. Diese Aufgabe hat mir große Freude bereitet, insbesondere weil ich die Möglichkeit hatte, Prozesse und Inhalte konsequent aus Kundensicht zu gestalten. Mein Ziel war es stets, spürbare Mehrwerte für unsere Kundinnen und Kunden zu schaffen, gleichzeitig Erfolge für unsere Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen und damit auch einen nachhaltigen Beitrag zum Erfolg der Volksbank zu leisten – ein klassisches Mehrgewinnermodell. 

Ebenso prägend war auch meine Zeit als Generalbevollmächtigter. In dieser Funktion konnte ich mich intensiv und praxisnah auf die Übernahme des Vorstandsmandats vorbereiten.  

3. Wenn du nicht in der Finanzwelt gelandet wärst, was wäre dein Plan B gewesen?

Tatsächlich: Zahnarzt! Ich habe früh gemerkt, dass mich präzises Arbeiten und der Umgang mit Menschen faszinieren und das hätte auch gut in die Medizin gepasst. Aber zum Glück hat mich mein Weg in die Finanzwelt geführt. Heute bin ich sehr dankbar dafür, denn ich kann hier genauso gestalten, Verantwortung übernehmen und mit Menschen arbeiten – nur eben ohne Bohrer.

„Ich bin mit Leidenschaft Banker.“

TOBIAS KÜHN

4. Was sind deine Schwerpunktthemen? Für welche Aufgabenfelder wirst du zuständig sein?

Die Volksbank ist eine Bank in der Region und wir sind nah bei unseren Mitgliedern und Kunden. Insofern werde ich als Vorstand sehr präsent in ihren Netzwerken sein. Zudem werde ich ausgewählte Beratungsgespräche begleiten. Auch über die Vorstandspräsenz sollen die kurzen Wege, die flachen Hierarchien und die schnellen Entscheidungen in unserer Bank erlebbar bleiben.  

Neben der Gesamtverantwortung, die das Vorstandsamt mit sich bringt, verantworte ich die Ressorts Marktfolge und Unternehmenssteuerung. Zwei Bereiche, die mir besonders am Herzen liegen, denn ich bin mit Leidenschaft Banker. Und als solcher finde ich sowohl das Kreditgeschäft als auch die Banksteuerung ausgesprochen spannend. 

5. Welche Herausforderungen siehst du in den Bereichen künftig?

In der Marktfolge sehe ich die klare Definition und konsequente Einhaltung von Service-Leveln als zentrale Herausforderung. Sie sind entscheidend, um Geschwindigkeit und Verlässlichkeit für unsere Marktbereiche sowie für unsere Kundinnen und Kunden sicherzustellen. Dafür braucht es eine kontinuierliche Qualifizierung unserer bereits hervorragend ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen – ebenso wie eine gezielte Verstärkung durch neue Mitarbeitende, insbesondere im Hinblick auf altersbedingte Veränderungen. 

Darüber hinaus werden wir die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz und robotergestützter Prozessautomatisierung im Kreditgeschäft gezielt vorantreiben. Ziel ist es, Abläufe effizienter zu gestalten. 

Parallel dazu bleibt die Regulatorik ein anspruchsvolles Thema. Es gilt, neue Anforderungen sinnvoll und praxisnah umzusetzen. Gerade in der Unternehmenssteuerung beobachten wir, dass die Anzahl und der Umfang fachlicher Neuerungen weiterhin hoch sind – ein Rückgang ist bislang nicht spürbar.

6. Was sind aus deiner Sicht die größten Herausforderungen und Chancen für unsere Bank in den kommenden Jahren?

Die größte Herausforderung sehe ich in der intensiveren Nutzung von künstlicher Intelligenz. Hier gilt es, sinnvolle Einsatzfelder zu identifizieren und gleichzeitig unsere Kolleginnen und Kollegen aktiv mitzunehmen. 

Die größte Chance liegt für mich darin, unserem bewährten Prinzip treu zu bleiben: Wir denken vom Kunden her, richten unseren Fokus konsequent auf ihre Bedürfnisse, bleiben ehrgeizig und pflegen einen respektvollen, wertschätzenden Umgang miteinander – so, wie wir selbst behandelt werden möchten. Dieses Wertefundament ist unsere Stärke und die Basis für nachhaltigen Erfolg.

7. Was hilft dir, nach einem intensiven Arbeitstag abzuschalten?

Abschalten gelingt mir sehr gut. Deshalb beschreibe ich lieber, wie ich einen typischen Arbeitstag beende: Ich steige ins Auto, höre gute Musik oder telefoniere mit Freunden. Am meisten freue ich mich aber auf den Abend mit meiner Frau und meinen Kindern: Wenn wir gemeinsam am Esstisch sitzen, ich die Abenteuer und Stories der Kids höre und wir anschließend den Tag entspannt ausklingen lassen.

„Jeder kennt jeden, wir unterstützen uns gegenseitig, und Wertschätzung hat einen hohen Stellenwert.“

TOBIAS KÜHN

8. Was macht die Volksbank Gronau-Ahaus für dich aus? 

Darüber könnte ich stundenlang sprechen – aber ich halte es kurz: Für mich sind die Menschen in der Bank wie eine Volksbank-Familie. Wir kennen uns, unterstützen uns, und Wertschätzung hat einen hohen Stellenwert – sie wird nicht nur gefordert, sondern gelebt. Das bedeutet auch, dass wir offen und ehrlich miteinander kommunizieren und mit hoher Motivation gemeinsam den Erfolgskurs unserer Bank fortsetzen. 

Unser Geschäftsmodell ist nachhaltig und erfüllt aus meiner Sicht einen klaren gesellschaftlichen Auftrag: angefangen bei finanzieller Bildung, über den Zugang zu Finanzprodukten bis hin zur Erfüllung individueller finanzieller Wünsche. 

Zusammengefasst: Ich finde die Bank großartig und kann mir mein Berufsleben ohne die Volksbank nicht mehr vorstellen. 

9. Was möchtest du in der Zeit als Vorstand bewirken? 

Mein Ziel ist es, dass unsere Kundinnen und Kunden zufrieden sind, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne bei uns arbeiten und wir gemeinsam starke wirtschaftliche Ergebnisse erzielen. 

Ich möchte die sehr gute Position der Volksbank Gronau-Ahaus im Münsterland weiter ausbauen und gezielt neue Kundengruppen gewinnen – auch solche, die bisher ausschließlich bei Neobanken unterwegs sind.

10. Welches Motto hast du für dein kommendes Jahr?

Gar nichts Besonderes, sondern einfach „nur“: Ich freue mich auf jeden Tag!

 

Eine Bank, viele Geschichten

Kristin Schepers unsere Bereichsleiterin Marke und Unternehmenskommunikation sieht man nicht selten mit der Bank im Gepäck: Regelmäßig trifft sie sich für unser Magazin oder weitere Formate mit spannenden Menschen aus unserer Region oder auch intern. Neben dem neuen Vorstandsmitglied Tobias Kühn, saß auch schon Simone Goertz auf der orangen Bank und hat die spannenden Fragen von Kristin beantwortet. 

Kristin Schepers steht mit der orangen Bank im Fahrstuhl